Sonnenblumenlecithin 1200mg von NOW Foods
Lecithin kennst du vielleicht von der Zutatenliste von Schokolade oder Margarine. Aber du kannst es auch ganz normal als Supplement einnehmen. Diese Softgels von NOW Foods enthalten jeweils 1200mg Sonnenblumenlecithin, gewonnen aus Sonnenblumenkernen statt aus Soja. Zwei Softgels pro Tag liefern zusammen 2400mg Lecithin, davon 360mg Phosphatidylcholin. Interessant, wenn du Soja lieber meiden möchtest.
Was Lecithin genau ist
Lecithin ist kein einzelner Stoff, sondern ein Gemisch aus fettartigen Stoffen, die Phospholipide heißen (Fette mit einer Phosphatgruppe, wodurch sie sowohl Wasser als auch Fett binden). Das bekannteste davon ist Phosphatidylcholin. Außerdem enthalten sind Phosphatidylethanolamin, Phosphatidylinositol und ein Teil gewöhnliche Fettsäuren. Phospholipide sind die Bausteine jeder Zellmembran in deinem Körper. Sie ordnen sich in einer Doppelschicht an, mit der wasserliebenden Seite nach außen und der fettliebenden Seite nach innen. So bilden sie die flexible Hülle deiner Zellen. Dein Körper stellt sie selbst her, und du nimmst sie über Eier, Innereien, Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte auf.
Phosphatidylcholin und Cholin in diesen Softgels
Viele fragen sich, warum gerade Phosphatidylcholin auf dem Etikett steht. Der Unterschied liegt im Cholin, das daran gebunden ist. Phosphatidylcholin ist für deinen Körper die wichtigste Cholinquelle. Dieses Cholin verwendest du unter anderem, um Acetylcholin herzustellen, einen Botenstoff zwischen Nervenzellen, und um Fett aus deiner Leber abzutransportieren. In diesen Softgels liefert die Tagesdosis 360mg Phosphatidylcholin, etwa 15 Prozent des Lecithins. Gut zu wissen: Das ist eine andere Zahl als die Menge an Cholin selbst. Cholin macht nur etwa 13 Prozent des Gewichts von Phosphatidylcholin aus. Deshalb liest du auf der Dose Phosphatidylcholin und nicht einzelnes Cholin.
Wie Lecithin Fett und Wasser zusammenhält
Das Besondere an Phospholipiden ist, dass sie zwei Seiten haben. Die eine Seite mag Wasser, die andere Fett. Dadurch können sie Fetttröpfchen umgeben und in Wasser schweben lassen, genauso wie Lecithin in Schokolade dafür sorgt, dass Kakaobutter und Zucker schön vermischt bleiben. Dein Körper nutzt genau dasselbe Prinzip. Deine Galle, die Flüssigkeit, die deine Leber bildet und deine Gallenblase speichert, besteht zu einem guten Teil aus Lecithin. Zusammen mit Gallensäuren zerlegt es große Fetttröpfchen aus deiner Mahlzeit in winzige Kügelchen, damit Enzyme besser herankommen. In deinem Blut transportierst du Fette und Cholesterin in kleinen Paketen, die Lipoproteine heißen. Auch die Außenseite dieser Pakete besteht aus Phospholipiden. Kurz gesagt: Überall dort, wo sich Fett und Wasser in deinem Körper treffen, spielt Lecithin die Rolle des Vermittlers. Das macht es zu einem der am häufigsten vorkommenden Stoffe in deinem Körper, auch wenn du selten davon hörst.
Sonnenblume oder Soja, was ist der Unterschied
Das meiste Lecithin im Supermarkt und in Supplementen stammt aus Soja. Sonnenblumenlecithin ist die Alternative für alle, die Soja lieber meiden, zum Beispiel wegen einer Allergie oder weil Soja häufig gentechnisch verändert angebaut wird. In der Zusammensetzung liegen sie dicht beieinander. Sonnenblumenlecithin enthält etwas weniger Phosphatidylinositol und etwas mehr Phosphatidylcholin als viele Sojavarianten. Außerdem wird Sonnenblumenlecithin oft ohne chemische Lösungsmittel wie Hexan gewonnen, durch mechanisches Pressen. Übrigens: Auf dem Etikett steht, dass die Softgels in einer Anlage hergestellt werden, in der auch Soja verarbeitet wird. Bei einer schweren Sojaallergie solltest du das also berücksichtigen. Die Softgel-Hülle selbst besteht aus Rindergelatine und Glycerin, mit etwas zusätzlichem nativem Olivenöl extra als Träger.
Was du mit dieser Dose in den Händen hältst, ist überschaubar: Lecithin aus Sonnenblumen, 1200mg pro Softgel, in einer Packung mit 100 oder 200 Stück. Bei zwei Softgels pro Tag kommst du fünfzig oder hundert Tage aus. Die kleine Dose ist ein guter Einstieg, wenn du Lecithin zum ersten Mal in deinen Tagesablauf einbauen möchtest, die große Dose ist praktisch, wenn Lecithin schon fester Bestandteil ist.